AMANI Kindergarten / Nursery School Karatu

AMANI (Swahili für „Frieden“) ist ein Kindergarten- und Vorschulprojekt in Karatu, im Norden Tansanias, das im Januar 2012 gegründet wurde.
AMANI ist ein integrativer Kindergarten, der vor allem Kinder aus sozial schwachem Hintergrund unterstützt, deren Eltern nicht die Mittel haben eine dementsprechende Betreuung in einer anderen Institution zu zahlen. Durch Elterngespräche mit der Erzieherin und den Freiwilligen werden die finanziellen Möglichkeiten der Familien geklärt und sichergestellt, dass alle Kinder regelmäßig in den Kindergarten kommen, auch wenn die Eltern nicht den monatlichen Beitrag zahlen können.
Die anderen Kinder stammen aus Familien mit regelmäßigem Einkommen. Sie bezahlen eine Gebühr, mit der die Kosten ihres Kindergartenplatzes gedeckt werden.
Dadurch diese "integrative" Ausrichtung bekommen Kinder aus sozial schwachen Familien eine Chance auf Bildung und sozialen Anschluss.

Die Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren haben die Möglichkeit auf vorschulische Bildung, soziale Kontakte und spielerisches Lernen. Ziel ist es, sowohl die Kinder zu motivieren, als auch den Eltern zu zeigen, was in ihren Kindern steckt.
Die Kinder werden nicht nur finanziell, sondern auch sozial unterstützt. Regelmäßige Familienbesuche fördern die Zusammenarbeit mit den Eltern.
AMANI ist der erste Schritt zu einem geregelten Tagesablauf und zur Sicherung eines erfolgreichen Übertritts an die Grundschule. Die Kinder werden am Vormittag von einer Erzieherin und wenn möglich einem einheimischen Freiwilligen oder internationalen Freiwilligen betreut.
Eine warme Mahlzeit pro Tag und sauberes Wasser sorgt für eine gesunde Entwicklung der Kinder.

Durch regelmäßige Skype-Meetings und Email-Kontakt zwischen deutschen und tansanischen Mitarbeitern gelingt es, den Kindergarten jetzt auch gemeinsam zu leiten. Damit ein Austausch weiterhin besteht, fliegt regelmäßig ein Amani e.V. Mitglied nach Tansania, um den Kindergarten zu besuchen und den Stand der Dinge vor Ort zukontrollieren.


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Fakten zu Amani Nursery School

  • Land: Tansania, Karatu
  • Mitarbeiter: 1 Lehrerin, 1 Lehrer, 1 Koch, 1 Managerin
  • Kinder: ca. 40 im Alter zwischen 3 und 6 Jahren
  • Gründung: 2011



Kindergartenalltag

Guidelines of Amani Kindergarten

Child Protection Policy AMANI Nursery


 


Entstehung Amani Kindergarten

Wir, Annette Fehrenbach und Theresa Wirthmüller, sind nach unserem Abitur 2011 für 6 Monate nach Tansania gegangen. Dort haben wir als Freiwillige in verschiedenen sozialen Projekten gearbeitet. Eines dieser Projekte war das Mwema Street Children Center in Karatu, im Norden Tansanias. Das Projekt untersützt Straßenkinder aus dem Ort, reintegriert sie in die Schule und im Idealfall in ihre Familien. Wir untersützten dort am Vormittag die Lehrer und Erzieher im Kindergarten und versuchten am Nachmittag den Straßenkindern mit Spielen Englisch beizubringen.

Das Mwema Children Center hatte zu der Zeit beschlossen, den Kindergarten zu schließen und sich eher auf die Förderung der älteren Kinder zu konzentrieren. Einer der tansanischen Gründer des Projekts, Elisante Mwenegoha, wollte den Kindergarten jedoch gerne weiter erhalten. Er bat uns um Hilfe bei der Renovierung eines Raums in seinem Haus, in den der Kindergarten umziehen konnte.

Da wir schon einige Zeit mit den Kindern gearbeitet hatten und sie uns sehr ans Herz gewachsen sind, haben wir beschlossen den Raum selbst zu renovieren und alles für den Umzug vorzubereiten. Dafür haben wir die Materialien und den Handwerker zuerst selbst und dann mit der Hilfe von Freunden und unseren Familien zu Hause finanziert.

Während wir den Raum nach und nach in einen kinderfreundlichen Ort verwandelten, beschloss Elisante Mwenegoha, den Kindergarten bei den Behörden anzumelden und ein neues Projekt zu starten. Er bat Evans Rwamuhuru mit ihm die Organisation AMANI CHILDREN CARE zu gründen.

Und so konnten wir am 1. März 2012 nicht nur unseren Umzug feiern, sondern auch die Gründung eines neuen Kindergartenprojekts.

Damit so ein Projekt laufen kann, braucht es Menschen, die es unterstützen. Und so haben wir vorerst den Kindergartenalltag organisiert, mit einer Erzieherin gemeinsam jeden Tag die Kinder betreut und weitere Renovierungsarbeiten an den Toiletten in Auftrag gegeben.

Und schon waren wir mittendrin und ahnten nicht, was für eine Verantwortung, wie viel Arbeit und Organisation in einem solchen Projekts steckt. Die Erzieherin musste bezahlt werden, neues Material war notwendig, die Renovierung war teurer als geplant und wir hatten nur noch ein paar Wochen bis es wieder zurück nach Deutschland gehen sollte.

Also versuchten wir so viel wie möglich selbst zu machen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass nach uns nicht die Sinnflut kommt sondern der Kindergartenalltag einkehren kann.

Wir kontaktierten nochmal Familien und Freunde und versuchten Spenden zu sammeln, damit wir zwei neue Erzieher einstellen und sie auch bezahlen konnten. Für ein halbes Jahr Kindergartenbetrieb hatten wir das Geld zusammen und konnten zumindest vorerst beruhigt nach Deutschland zurückfliegen.